FAQs

1. Warum diskutieren wir über einen Opernhaus-Neubau – das alte Opernhaus macht doch eigentlich noch einen guten Eindruck?


Das Opernhaus Düsseldorf teilt das Schicksal zahlreicher Theater und Opernhäuser in Deutschland, die nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wieder aufgebaut bzw. komplett neu errichtet wurden: Es ist stark sanierungsbedürftig. Das ist von außen nicht unbedingt sichtbar: die Fassade macht tatsächlich einen guten Eindruck, und auch das Interieur wirkt einladend und gepflegt. Die Probleme liegen verborgen in der überalterten, maroden Haustechnik, in den bühnentechnischen Anlagen und in der Bausubstanz. Viele Probleme im täglichen Betrieb rühren daher, dass das Opernhaus im Kern auf einer baulichen Konzeption basiert, die vor rund 150 Jahren für eine reine Schauspiel-Bühne und nicht für die Anforderungen eines modernen Opernbetriebs im 21. Jahrhundert entwickelt wurde. Außerdem erfordern Mängel an der Bausubstanz und den technischen Anlagen sowie Anforderungen des Arbeitsschutzes ein baldiges Handeln. Das geplante Konzept einer „Oper für alle“, einer Öffnung des Hauses für die unterschiedlichsten Formate, ist in dem Bestandsgebäude nicht umsetzbar.




2. Aber warum denn gleich neu bauen – könnte das Opernhaus nicht viel günstiger saniert werden?


Die Untersuchungen des Bestandsgebäudes haben ergeben, dass allein die Basis-Sanierung (ohne Erweiterungen) bereits mindestens rund 457 Millionen Euro kosten würde, aber mit hohen Risiken behaftet wäre. Bei einer Sanierung im Bestand besteht die Gefahr, dass unerwartet zusätzliche Maßnahmen notwendig werden und es damit zu Kostenerhöhung kommt. Die Sanierung der Oper in Köln ist ein prominentes Beispiel. Für eine erweitere Sanierung, die zumindest einige Verbesserung für den Opernbetrieb bringen würde, wurden Kosten von rund 650 Millionen Euro ermittelt und wäre damit vergleichbar mit den Kosten für einen Neubau (mindestens 636 Millionen Euro). Allerdings würde eine Sanierung im Gegensatz zu einem Neubau kaum einen Mehrwert für die Menschen in dieser Stadt bringen. Ein Neubau hingegen bietet zahlreiche Möglichkeiten, etwas Großartiges für Düsseldorf zu schaffen, eine „Oper für alle“, ein Ort, der allen Menschen in der Stadt offen steht. Was es dafür braucht und wie dieses Konzept gestaltet werden kann – darum soll es in dieser Öffentlichkeitsbeteiligung gehen.





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